Mandeloperation Erfahrungen

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Ich bin männlich und 22 Jahre alt.
In Folgendem schildere Ich meine Erfahrung.

! Handeln Sie immer nach den Anweisungen Ihres Arztes !
! Beiträge im Internet kann jeder verfassen !

Bei einer Mandeloperation werden die Mandeln unter Vollnarkose entfernt.
Der Krankenhausaufenthalt beträgt zwischen 4 und 6 Tagen.  (Operationstag = Tag 0)
Anschließend ist man zwischen 2 und 3 Wochen krankgeschrieben.
Nachblutungen können vorkommen, wobei die Wahrscheinlichekit bei ca 6% liegt.

Grund der Operation:
-> Häufige Mandelentzündungen seit über einem Jahr
-> Häufige Antibiotika Behandlungen
-> Zerklüfte, Vernarbte und geschwollene Mandeln
-> Ohrenschmerzen
-> Stinkende Mandelsteine
-> Trägegefühl

Mandel OP – Voruntersuchung
Zwei Wochen vor der Mandeloperation hatte ich im Krankenhaus eine Voruntersuchung.
Die Untersuchung hat den ganzen morgen gedauert.
-> Aufnahme persönlicher Daten
-> Ausfüllen von Fragebögen
-> Blutabnahme für Blutuntersuchung (Großes Blutbild, Blutgerinnungszeit, HIV und AIDS Test)
-> Blutdruckmessung
-> Untersuchung und Aufklärung durch Arzt, Narkosearzt
-> Unterschreiben eines Aufklärungsblatt

Mandel OP – Operationstag
Zum OP Termin musste ich mit nüchternen Magen ins Krankenhaus kommen.
-> Keine Essen und Trinken ab 22 Uhr
-> Kein Alkohol oder Milchprodukte am Vortag

Eine Halbe Stunde vor der Operation bekam ich noch eine Beruhigungstablette,
welche mich Beruhigen und die Narkose unterstützen sollte.

Mandel OP – Operation
Vor der Operation wurde ich 4 mal nach meinem Namen und meiner Beschwerde gefragt.
Anschließend wurde ich ans Bett gebunden und mir wurde eine Infusionsnadel gesetzt.
Danach hat man mir Sauerstoff über eine Beatmungsmaske eingeführt und die Narkose eingeleitet. Aufgewacht bin ich 2 Stunden später im Aufwachungsraum.
In meiner Hand hatte ich einen Becher mit meinen Mandeln 🙂

Mandel OP – Aufenthalt im Krankenhaus
Insgesamt war ich 4 Tage im Krankenhaus.
Ich sollte meinen Hals gut kühlen und viel Eis essen 🙂

Als Schmerzmittel bekam ich Voltaren Dispers und Tilidin (ein Opium).
Auf Wunsch gab es noch Tropfen.
Nach der Operation bildeten sich direkt die weiß, grünlichen Beläge (Fibrinbeläge).
In der ersten Nacht erhielt ich aufgrund meines stark geschwollenen Halszäpfchen eine Cortison Infusion. Schmerzen hatte ich größenteils in der Nacht und am Morgen.
Wobei mir in den ersten 2 Tagen das Schlucken schwer viel.
Mittags waren die Schmerzen dank den starken Medikamenten auszuhalten.

An jedem Tag hatte das Pflegepersonal mehrmals den Blutdruck, Fieber und Puls gemessen.
Ein Oberarzt untersuchte 2 mal täglich (für gefühlte 20 Sekunden) den Heilungsprozess.
Bis sich die Beläge lösten hatte ich einen leicht „fauligen Mundgeruch“.
Soll jedoch laut Arzt normal sein.
Duschen durfte ich ab dem 3 Tag. Jedoch nur lauwarm und ohne zu Föhnen.

Essen konnte ich nur, wenn ich vorher die Schmerzmittel genommen hatte.
Am Tag der OP und am nächsten Morgen gab es Brei und Pudding.
An den Restlichen Tagen gab es am morgen und am Abend Toastbrot mit Marmelade, Wurst, Quark und Yoghurt. Zum Mittagessen gab es Kartoffelsuppe mit Wienerle, Braten mit Kartoffelbrei, Geschnetzeltes mit Knödel.

Mandel OP – Zuhause
Nach dem Frühstück und einer Abschlussuntersuchung durfte ich wieder nach Hause.
Zum Auto zu laufen empfand ich als ziemlich anstrengend.
Bin also ziemlich langsam gelaufen, da sich mein Puls schnell erhöhte.
Mit dem Auto bin ich natürlich nur mitgefahren :).
Das Bremsen und beschleunigen verursachte jedoch leichte Schmerzen.

Morgens hatte ich immer ziemliche Schmerzen.
Nach der Einahme der Schmerzmittel war es jedoch auszuhalten.
Ab dem Tag 6 hatte ich immerwieder leichte Ohrenschmerzen.
Ab dem Tag 9 lösten sich langsam die Beläge. (Ein ziemlich brennendes Gefühl)
Ab dem Tag 14 hatten die Schmerzen nachgelassen, sodass ich die Schmerzmittel Dosierung senken konnte.

Mandel OP – Anweisungen die ich bekommen habe
-> Viel stilles Wasser trinken
-> Tee, jedoch lauwarm
-> Sich schonen
-> In den ersten Tagen viel Kühlen und Eis essen
-> Nach dem Essen mit Salviathymol spülen
-> Duschen ist ab dem 3 Tag möglich (lauwarm, max. 5 min, Haare Luft trocknen)

-> Keine Scharfe, Saure oder stark gesüßte Speisen
-> Kein Obst, Alkohol, Fruchtsäfte oder Kohlensäurehaltige Getränke
-> Nicht Rauchen
-> Keine Speisen mit „harten Kanten“
-> Nicht nur Breihaltiges, da sonst die Beläge zu dick werden und eine Nachblutung
beim Lösen der Beläge wahrscheinlicher ist.
-> Nicht warm duschen, auf keinen Fall Baden
-> Sich nicht zu lange in der Sonne aufhalten
-> Keine Anstrengende Tätigkeiten
-> Keine schweren Sachen tragen, anheben
-> Nicht Bücken
-> Keine Blutverdünnung Medikamente wie Aspirin (Acetylsalicylsäure)
-> Nicht Autofahren solagen die Schmerzmittel eingenommen werden

Mandel OP – Nachblutungsgefahr
Eine hohe Nachblutungsgefahr besteht in den ersten 3 Tagen und ungefähr am 10 Tag.
(Da sich die Beläge lösen). Ich selbst hatte zum Glück keine Nachblutung.

Im Falle einer Nachblutung:
-> Nacken kühlen
-> Blut ausspucken ohne zu würgen
-> Sofort den Notazt anrufen (112, nicht 110)
-> !Nicht selbst fahren oder sich fahren lassen!

Mandel OP – Mein Essen
(Schmerzmittel habe Ich immer eine viertel Stunde vor dem Essen eingenommen)
…im Krankenhaus
-> Toast mit Wurst, Marmelade, Quark, Butter
-> Butterkekse
-> Yoghurts
-> Kriesbrei, Pudding
-> Kartoffelsuppe mit Wienerle
-> Braten mit Kartoffelbrei
-> Geschnetzeltes mit Knödel
…zu Hause
-> Toast mit Wurst, Marmelade, Nutella, Quark, Butter
-> Yoghurts
-> Weichgekochtes Gemüse
-> Reis mit Hackfleischbällchen und Soße
-> Putenbrust mit Nudeln und Soße
-> Nudelauflauf mit Käsesahnesoße…

Mandel OP – Bilder Dokumentation Heilungsprozess

9 Kommentare

  1. Meiner Einer sagt:

    Bei dem Essen im Krankenhaus wird gleich der Grundstein für den nächsten Besuch gelegt!!!!
    Sowas Knödeliges und reich an tierischem gabs bei meinem letzten Krankenhausaufenthalt auch.

  2. Dretsch17 sagt:

    Na die Bilder sehen ja reichlich lecker aus 😉 Und zum Essen: Gespart wird doch wo man kann. Wenn es schon nicht mal Umlagerungshilfen für das Personal gibt, dann bekommen Patienten doch erst recht nichts zu essen ;p

  3. Stefanie Sieslack sagt:

    Danke für deinen ausführlichen Bericht…Ich überlege noch mir die Mandeln entfernen zu lassen da ich ständig krank bin aber ich habe so Angst davor ;-( ich bin was sowas angeht so wehleidig..Hatte schon ne bietenden op und das war die Hölle

  4. Anja sagt:

    Hey dein Beitrag ist super…. ich habe sie mir auch gerade entfernen lassen und bin nun bei Tag 7. Jetzt weiss ich an welcher Stelle ich stehe. Schmerzen sind bei mir nur mit Einnahme von Schmerzmitteln zu ertragen. Ich hätte sonst ständig Ohrenschmerzen sowie Zahnschmerzen. Bin aber dennoch froh es gemacht zu haben. Auch das wird bald ein Ende haben. Bin gespannt wie der weitere Verlauf bei mir sein wird. Hoffe nur ohne Nachblutungen, das soll wohl dann sehr sehr unangenehm sein.

  5. Valerie sagt:

    Ich bin jetzt bei Tag 10 Post OP und mir geht es super! Brauche seit 3 Tagen keine Schmerzmittel mehr nehmen und der Hals sieht (trotz Massaker) 1a meines Erachtens aus!

    Ich musste sie mir mehr oder weniger entfernen lassen, da die Mandeln bei mir der ,,Herd“ einer weiteren Erkrankung war. Jederzeit wieder.

  6. Rosanna sagt:

    Ich bin bei Tag 7. und es schmerzt leider immernoch und es brennt wenn ich was esse.. egal ob kartoffelpuree oder wasser trinken.. es brennt. ?

  7. Vanessa sagt:

    Hallo zusammen,

    Schön hier so viele leidensgenossen zu treffen. Ich bin 24 Jahre und Wurde diesen Mittwoch operiert (19.04.2017) bin also jetzt Post OP Tag 3. 

    Meine Schmerzen sind leider ziemlich stark gerade morgens und nachts kaum zu ertragen. Essen geht nur unter Zwang, allerdings habe ich nach dem Essen immer das Gefühl dass es etwas besser ist.

    Am Montag darf ich endlich aus dem Krankenhaus das macht mich nur noch kranker hab ich das Gefühl.

    Seit heute kommen Ohrenschmerzen und druckgefühl im Kopf dazu. Die Schmerzmittel die ich bekomme helfen leider gar nicht und machen mir daher die Sache nicht erträglicher.

    Eine OP war bei mir leider notwendig da ich innerhalb 3 Monate 6 Antibiosen und 6 tägigen KH Aufenthalt hintermir hatte. All das zerrt tierisch an den Nerven und deshalb bin ich froh es wirklich gemacht zu haben  (was übrigens meine erste OP überhaupt war.)

    Ich hoffe es geht jetzt Berg auf und es gibt weiterhin keine Blutungen das wäre definitiv zu viel für mich.

     

    Liebe Grüße und allen noch gute Besserung

     

  8. Samira sagt:

    Hallo.Ich bin 18 und habe meine Mandeln vor 8 Tagen raus bekommen. Ich hatte kaum schmerzen die ersten 6 Tage.  Ich war 3 tage im Krankenhaus und zuhause konnte ich chicken nuggets von mcdonalds essen und Pommes 😀 sind sehr weich gewesen aber lecker. Es gehen nur kleine Portionen weil sonst der Schmerz zu stark wird. An tag 6 hatte ich höllische schmerzen und musste zur Notaufnahme und sehr starke schmerzmittel nehmen. Die Nächte waren hart Bis heute ( postoperativertag 7). Habe seit 2 Tagen kaum was gegessen. Ich nehme novalgin 4x40tro. Eis essen geht überhaupt nicht. Habe schleim im Mund und den bekomme ich kaum runter. Trinke aber viel. 

  9. Jenny sagt:

    Hallo. Mir wurde am 15.10. in einer Not OP nur die linke Mandel entfernt. Es lag ein Abszess vor, welcher vom Arzt nicht gesehen wurde. Als ich Sonntag dachte ich ersticke wurde ich endlich zum HNO Notdienst überwiesen und nach einem CT war klar: Es wird operiert. Bin dann heute bei Tag 13 und habe beim Schlucken noch Ohrenschmerzen. Schmerzmittel von 4 auf 2 abgesetzt, einmal nach dem Aufstehen und eine zur Nacht. Allerdings wird der Appetit auf Pizza und Zigarette fast unerträglich 😀 Ab morgen darf ich Haare waschen. Ich sollte damit länger warten, weil mein Urlaubsflieger am 08.11. geht. Am besten mit mir.

     

    Jenny, 27

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